Mobile Media

So sind sie mobil die/der Schnellste

08.03.2018 10:52

Wenn man ein mobiles Angebot in Betracht zog, war es früher so, dass es eine klare Wahl zwischen genau 2 technologischen Möglichkeiten zur Umsetzung gab. Entweder entschied man sich für eine Webanwendung oder man ließ eine App programmieren. Idealerweise war es eine für mobile Geräte optimierte Webanwendung durch den Aufbau einer dedizierten mobilen Website oder – was wahrscheinlicher ist – indem Ihr die Web-Anwendung Mobile-First und Responsive aufbaut.

Es „schwirren“ eine Menge Begrifflichkeiten wie Responsive, AMP, native Apps, PWA im Marketingbereich umher. Wir erläutern Euch hier die vielfältigen Begriffe der mobilen Welt in einfachen Worten und sorgen so für Verständnis und Klarheit im Begriffsdschungel.

Webanwendungen

Die Installation und Aktualisierung ist enorm einfach und ermöglicht Euch die laufende Bereitstellung von Funktionen und kontinuierlichen Verbesserungen. Alles, was Eure Nutzer benötigen, ist ein Browser und eine Internetverbindung, um auf die Website zugreifen zu können.

Der HTML5 Standard ermöglicht, dass Ihr fast alles online machen könnt, ohne zusätzliche Software wie Browser-Plugins. Es reicht von Animationen über Apps und Musik bis hin zu Filmen und kann zudem dazu verwendet werden, um komplizierte Anwendungen zu erstellen, die in Ihrem Browser ausgeführt werden, wie z.B. Spiele. Und natürlich profitieren wir von der Offenheit des Webs, indem wir die Anwendung durch Suchmaschinen und geteilte Links auffindbar machen.

Ab Juli 2018 ist die Seitengeschwindigkeit ein Ranking-Faktor für mobile Suchanfragen bei Google, mehr dazu hier >>. Und damit kommen wir zum nächsten – schnelleren – Standard für mobiles Web:

Google Accelerated Mobile Pages – kurz AMP

Das AMP Projekt, das darauf abzielt, Webseiten zu erstellen, die schneller geladen werden, als die herkömmlichen Nicht-AMP-Gegenstücke. Entwickler müssen dazu eine Version jeder Seitenvorlage mit einer eingeschränkten HTML-Version erstellen, die dann direkt von den eigenen Servern von Google bereitgestellt wird. Diese beiden Schritte gewährleisten für Eure User, dass die Seiten leicht und schnell gerendert werden.

Gleichzeitig werden damit SEO-Vorteile erzielt, da Google AMP-fähige Webseiten in seinen Suchergebnissen bewerben wird. Google will durch das schnellere Laden von mobilen Seiten das Erlebnis mobiles Web – auch Mikromomente genannt – deutlich verbessern.

Wie Unternehmen mit mobil optimierte Webseiten, insbesondere AMPs, deutlich im Vorteil sind, lest Ihr hier >> . Und die Weiterentwicklung von AMP macht keinen Halt. „Stories“ kennt man von Snapchat und Instagram, mittlerweile auch auf Facebook. Nun hat Google AMP Stories offiziell angekündigt, was das genau ist, haben wir Euch in diesem Artikel zusammengestellt .

Native Apps

Mit nativen Anwendungen verlieren wir einiges von den Vorteilen im Webbereich, gewinnen dafür in anderen Bereichen punkto Funktionalität. „Nativ“ bedeutet, dass der Programmiercode direkt auf dem Gerät ausgeführt wird. Dies führt üblicherweise zu einer besseren Leistung im Vergleich zu einer Website, die in einem Browser ausgeführt wird.

Je nach Art der Anwendung ist dies mehr oder weniger offensichtlich. Aufwand entsteht bei Native Apps vor allem durch die separate Entwicklung für iPhone und Android mit unterschiedlicher Software und Entwicklungs-umgebungen, im Vergleich zu Web-Anwendungen. Zum diesem Thema und den notwendigen Schritten zum Erfolg haben wir unser Whitepaper „App Management“ für Euch aktualisiert zum Download >>

Google Progressive Web-Anwendungen (PWA)

Eine weitere Möglichkeit ist es, webbasierten Anwendungen mehr „native“, also App-ähnliche Funktionen bereitzustellen. PWAs sind eine Sammlung von Technologien, um Funktionen wie „Hinzufügen zum Home-Bildschirm“, Offline-Nutzung und Push-Benachrichtigungen an simple „Standardwebsites“ anzuschließen.

Das Schlüsselwort hier ist "progressiv" – d.h. es muss vom Browser unterstützt werden, um diese app-ähnlichen Funktionen hinzuzufügen. Nach ein paar Nutzungen wird der Besucher aufgefordert, die Anwendung auf seinem Startbildschirm zu installieren, von wo aus genau wie bei nativen Apps auf sie zugegriffen werden kann und diese so dargestellt werden, dass sie eher einer App, als einer Website in einem Browser ähneln.

Obwohl hierbei auch einige Browser-Einschränkungen bestehen, sind die meisten Technologien, die unter dem PWA-Dach stehen, in modernen Browsern verfügbar. Das macht PWA-optimierte Webseiten zu einer echten Alternative beim Erstellen nativer Anwendungen.

Unser IQ mobile Fazit

Es gibt nicht mehr eine simple „entweder – oder“ Entscheidung. Abhängig von Eurer Zielgruppe, deren Bedürfnissen und den mobilen Angeboten Eures Unternehmens ist die passende Auswahl zu treffen. Wir stellen das für Euch in dieser Pyramidengrafik dar: Diese weist von unten nach oben – von Quantität (für möglichst viele) hin zu Qualität (an der Spitze) für die treuesten Kunden.

Sicher ist, ohne richtige mobile Experience werden Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz deutliche Nachteile haben. Der massive Umsatzbeitrag von Mobile z.B. für den letzten „Black Friday“ – ein Umsatzsprung von 24 % (lt. Salesforce) mit 60 % des Online-Traffics und 42 % des Umsatzes von mobilen Geräten – beweist den entscheidenden Faktor einer mobil optimierten Website, die Aufmerksamkeit und Conversions fördert.

Google hat gemeinsam mit der Mobile Marketing Association Deutschland das Mobile Speed Leaderboard veröffentlicht. Dem zufolge müssen sich Unternehmen nur 3 Sekunden Ladezeit als Ziel setzen, um die Erwartung der Nutzer zu befriedigen. Viele Unternehmen schaffen das, wie Ihr hier lesen könnt >>.

Mobile First und mobile User Experience sind 2018 wesentliche USPs, damit Ihr gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil habt. Gerade die abwartende Haltung vieler Unternehmen kann Eure Chance und Euer Vorteil sein.

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