Connected Screens

Google bringt AMP Stories

14.02.2018 08:35

„Stories“ kennt man so richtig erst seit Instagram, die dieses Feature eingeführt haben, tatsächlich erfunden hat es allerdings Snapchat. Im Sommer 2017 wurde dann erstmals berichtet, dass Google auch an einer Version von „Stories“ arbeitet – diese sollen allerdings in die Suche auftauchen. All das darf man aber nicht mit YouTube „Stories“ verwechseln.

Nun hat Google die AMP Stories offiziell angekündigt (AMP steht für Accelerated Mobile Page). Diese sind im Grunde ein News-Format für die Suche (vorerst nur in den USA). Recherchiert man also beispielsweise nach „Trump“ und ein Medium hat eine AMP Story zu diesem Suchbegriff erstellt, dann wird diese direkt in der Suche angezeigt.

Wie funktionieren die Google AMP Stories

Google hat sich gemeinsam mit einer Gruppe von Publishern zusammengetan, um im AMP- Projekt neue, storyorientierte Formate zu entwickeln. Die grundsätzliche Zielsetzung war, dass dieses Format neue, kreative und visuell reiche Arten des Geschichtenerzählens bietet, die natürlich speziell für das Mobile entwickelt wurden.

Einige Geschichten werden am besten mit Text erzählt, während andere durch Bilder und Videos am stärksten wirken. Auf Mobilgeräten durchsuchen User viele Artikel, klicken jedoch meist nur auf sehr wenige. Mithilfe von Bildern, Videos und Grafiken können nun Publisher die Aufmerksamkeit ihrer Leser so schnell wie möglich wecken und durch immersive und leicht konsumierbare visuelle Informationen binden.

 

 

Das mobile Web eignet sich hervorragend zum Verteilen und Teilen von Inhalten. Aber das Erstellen von visuellen Storys im Web mit der schnellen und reibungslosen Leistung, die Benutzer aus nativen Apps kennen und schätzen, stellt für viele nach wie vor eine Herausforderung dar.

Google hat bereits 2017 bekannt gegeben, dass die Seitengeschwindigkeit ab Juli 2018 ein Ranking-Faktor für mobile Suchanfragen sein wird. Was das für ihre Webseite bedeuten kann, lesen sie hier bei uns.

Lediglich drei Sekunden Ladezeit ist das Ziel. Ein Ziel, dass sich alle Unternehmen setzen wollten, um die Erwartung ihrer Nutzer zu befriedigen. Ob und welche Branchen und Unternehmen das bereits schaffen, haben wir hier für Euch zusammengefasst.

AMP Stories basieren auf der technischen Infrastruktur von AMP, um eine schnelle, schöne Erfahrung im mobilen Web zu ermöglichen. Wie bei allen Inhalten im AMP-Ökosystem können Techniken, wie vorrendernde Seiten, optimiertes Laden und Zwischenspeichern von Videos eingesetzt werden, um die Bereitstellung von Inhalten für den Endnutzer zu optimieren.

 

AMP-Geschichten zielen darauf ab, die Produktion von Stories aus technischer Sicht so einfach wie möglich zu gestalten. Das Format wird mit voreingestellten, aber flexiblen Layoutvorlagen, standardisierten UI-Steuerelementen und Komponenten zum Teilen und Hinzufügen von Folgeinhalten geliefert. Diese Publisher haben sich an der frühen Entwicklung des AMP-Storys-Formats beteiligt (wir haben sie für Euch mit den AMP-Seiten verlinkt) CNN, Conde Nast, Hearst, Mashable, Meredith, Mic, Vox Media, and The Washington Post.

Wie können Unternehmen ihre mobile Performance verbessern?

Idealerweise beginnt man mit einem Check der mobilen Performance der eigenen Seite. Ziel dabei ist es immer, so schnell als möglich die gewünschten Inhalte in mobil optimierter Form auf den Screens der Nutzer zu bringen. 3 Sekunden sind die Benchmark, die es zu erreichen gilt. Mehr dazu haben wir für Euch in diesem Blogbeitrag beschrieben.

Google hat auch seine Suche im mobilen Bereich überarbeitet und Nutzer finden nun neben den Google-Suchergebnissen eine kleine Markierung, die den Inhalt als AMP = Accelerated Mobile Page markiert. Die Vorteile von AMP Seiten haben wir hier für Euch.

Unser IQ mobile Fazit

Jeder kann eigentlich eine AMP-Story erstellen (es handelt sich um einen Open-Source-Standard), aber Google wird vorläufig nur die AMP-Storys von Publishern anzeigen. Derzeit ist es nur eine kleine Liste von Publishern, die an dem Entwicklerprogramm teilnehmen, wir sind aber sicher, dass der „Stories“ Modus für alle nutzbar wird.

Google hat aktuell noch nicht preisgegeben, wann AMP-Storys vollständig abrufbar sind und wie genau sie angezeigt werden. Stellen wir uns also einfach vor, dass diese im "Top Stories" -Karussell bei Google, im Google-Feed auf Android-Handys und, wo auch immer es sinnvoll erscheint, auftauchen.

Es gibt noch viele Fragen, die Google beantworten muss. Sicher ist, dass Google mit den AMP Stories einen weiteren Level für mobile first setzt - dieser wird aus der Newswelt sicherlich auch rasch in der Markenwelt ankommen.

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